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Die Glarner Kantonalbank erneut Vorreiterin im Bereich der Online-Hypotheken

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Von Prof. Dr. Andreas Dietrich

Der hypomat der Glarner Kantonalbank (GLKB) ist bislang eine Erfolgsgeschichte. Neben der eigentlichen Hypothekenvergabe hat sich die GLKB mit der Lizenzierung der Online-Hypothekenplattform auch als Software- und Serviceanbieterin positioniert. In einem nächsten Schritt finanziert die GLKB nun auch Mehrfamilienhäuser für Privatkunden und verwendet interessante realtime Web-Services von Wüest Partner AG und der Risk Solution Network AG.

In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Anbieter von Online-Hypotheken sowohl auf Banken- als auch auf Vermittlerseite signifikant erhöht. Entsprechend konnte auch das Online-Hypothekenvolumen markant gesteigert werden. Während das kumulierte Gesamtvolumen im Jahr 2013 noch bei rund CHF 1.3 Milliarden lag, betrug es im Jahr 2015 bereits CHF 4.8 Milliarden (Daten für das Jahr 2016 liegen leider noch nicht vor). Unsere gemeinsam mit e-foresight durchgeführten Untersuchungen haben gezeigt, dass die Volumina insbesondere im Jahr 2015 markant gestiegen sind. 2015 wurden Hypotheken in der Höhe von CHF 2.4 Milliarden online abgeschlossen. Der Marktanteil bei den in 2015 abgeschlossenen Online-Hypotheken ist aber im Verhältnis zu den gesamten Abschlüssen bei den privaten Hypothekarforderungen noch immer gering und lag bei (noch) überschaubaren 1.6%. Dies ist gleichzeitig jedoch eine bedeutende relative Steigerung auf tiefem Niveau gegenüber den beiden Vorjahren, wo der Marktanteil bei 0.6% (2013) resp. 0.8% (2014) lag. Vergleicht man die insgesamt ausstehenden Online-Hypotheken mit dem ausstehenden Gesamtvolumen, ist das Verhältnis noch geringer. Im Jahr 2015 belief sich dieses Verhältnis auf 0.7%, im Gegensatz zum Jahr 2013, wo der Marktanteil lediglich 0.2% betrug (vgl. Blog).

Einer der grössten Player im Markt ist der hypomat der Glarner Kantonalbank. Die GLKB hat mit dem hypomat als eine der ersten Banken hierzulande ein Online-Angebot entwickelt, das es Interessenten erlaubt, Hypotheken bindend über das Internet abzuschliessen. In der Zwischenzeit wurde über die Plattform ein Hypothekarvolumen von mehr als CHF 700 Millionen abgewickelt. Die Glarner Kantonalbank ist zudem im April 2016 zum ersten Mal auch als Lizenzgeberin für den hypomat aufgetreten. In der Zwischenzeit konnte sie neben der Freiburger Kantonalbank (FRiBenk) und der Tessiner Kantonalbank (TiHome) auch die Bank BSU Genossenschaft (hypoclick.ch) als Kundin für ihre Online-Hypotheken-Plattform gewinnen.

Neue Funktionen im hypomat

Seit heute kann der hypomat weitere interessante Neuigkeiten ausweisen. Drei Aspekte sind besonders erwähnenswert: Einerseits können ab sofort auch Mehrfamilienhäuser online finanziert werden. Andererseits gibt es einen Schätzungs-Service von Wüest Partner AG und einen neuen Rating-Service der Risk Solution Network AG (RSN).

Mehrfamilienhäuser

Wurden bis anhin nur 1. Hypotheken bis maximal CHF 1 Million für Einfamilienhäuser oder Stockwerkeigentum über den hypomat finanziert, können künftig auch Mehrfamilienhäuser über den hypomat finanziert werden. Dies betrifft sowohl Neuabschlüsse als auch Verlängerungen resp. Ablösungen von Hypotheken bis zu einem Volumen von CHF 2 Millionen pro finanziertes Objekt. Es können auch mehrere Objekte bis zu einem Gesamtvolumen von CHF 3 Millionen finanziert werden. Als Mehrfamilienhäuser gelten bestehende Wohnbauten mit mehr als zwei Wohnungen und ohne Gewerbeanteil. Zudem darf das Haus nicht in Stockwerkeigentum aufgeteilt worden sein. Die Parameter für eine erfolgreiche, online-fähige Finanzierung sind ähnlich streng wie bei den Privatfinanzierungen (neben der Volumenbeschränkung max. 67 Prozent Belehnung, also 1. Hypothek; Standort: Deutschschweiz).

Schätzungs- und Rating-Service

Als echte Innovation im Schweizer Markt erachte ich das online integrierte Liegenschaftsschätzungstool und den Kundenrating-Service. Durch entsprechende Realtime-Schnittstellen kann das neue Ratingmodell Kunden-Informationen wie die Einkommens- und Vermögensverhältnisse, die Wohnsituation der Kreditbeantragenden, die Erträge und Aufwände der Renditeliegenschaften oder die Tragbarkeit so verarbeiten, dass der Kunde in weniger als einer Sekunde in eine der zehn Ratingklassen eingeteilt wird. Hierfür kommt ein Kreditrisiko-Modell der RSN zum Einsatz, welches in der Lage ist die Bonität von «hypobriden Kunden» (Private mit Renditeobjekten) zu beurteilen. Einerseits hat diese Kundenkategorie Charakteristika von klassischen Privatkunden (z.B. Einkommens- und Vermögensverhältnisse), andererseits haben sie auch Eigenschaften, welche sonst eher KMU-Kunden zugestanden werden. Nach wie vor ist es aber für juristische Personen nicht möglich, via hypomat eine Online-Hypothek abzuschliessen.
Das neu konzipierte Modell wird künftig leicht angepasst auch für Privatpersonen im Einsatz sein. Das entsprechende Instrument wird vorerst aber nur im Onlinevertrieb verwendet. Zu einem späteren Zeitpunkt soll dies gemäss Marcel Stauch, Bereichsleiter Onlinevertrieb & Abwicklung der Glarner Kantonalbank, auch in den Filialen eingesetzt werden. Wie erwähnt basiert das Rating-Tool der GLKB auf dem Modell der RSN, welche dadurch auch zum ersten Mal eine Web-Service Lösung anbietet (generell unterstützt die RSN die Messung, Abgeltung und Steuerung der Kreditrisiken von 25 Schweizer Banken).
In das Rating fliesst zusätzlich eine Bewertung des Renditeobjekts abhängig von den Mieteinnahmen ein. Auf der einen Seite werden die Mieteinnahmen gemäss Deklaration des Kunden verwendet. Auf der anderen Seite wird (realtime) der Wert des Renditeobjekts gemäss den üblicherweise gängigen Marktmieten von Wüest Partner AG berechnet. Die Liegenschaft wird dann von der Glarner Kantonalbank bewertet. Auch für Wüest Partner AG ist die vorgestellte Lösung des hypomat der erste Onlinehypotheken-Anwendungsfall für diesen Web-Service.


Abbildung 1: Printscreen hypomat

Als weitere interessante kleine Neuerung kann der Kunde für die Bewertung der Immobilie auf Google Maps den Google-Pointer an ein beliebiges Ort hinschieben. Gerade bei Neubauten sind die Gebäude oftmals an neuen, noch unbebauten Lagen zu finden („Adresse Huberstrasse 2 nicht gefunden“). Diese entsprechenden „Details“ sind aber oftmals entscheidend für die Bewertung des Mikrolagen-Ratings und daher für die Bewertung der Liegenschaft.

Fazit

Der Online Hypotheken Markt der Schweiz wächst weiterhin. Innovationen gab es im Markt aber seit geraumer Zeit – vielleicht mit Ausnahme und Abstrichen der neuen Lösung der Obwaldner Kantonalbank (vgl. Blog-Artikel vom Oktober 2016) – nicht mehr zu beobachten. Daher begrüsse ich diesen Innovations-Schritt der Glarner Kantonalbank sehr. Ich gehe davon aus, dass die Bank durch den Einstieg in den Markt der Mehrfamilienhäuser zusätzliches Online-Volumen generieren wird. Da die durchschnittlichen Volumina höher sind als bei Privatpersonen (durchschnittliche Hypotheken bewegen sich in der Grössenordnung von CHF 400‘000-500‘000), kann die Bank zudem von höheren Skalierungseffekten profitieren. Auch das Potenzial in diesem Markt scheint gross. Marcel Stauch schätzt, dass das Marktpotenzial in der Deutschschweiz bei rund CHF 100-120 Milliarden liegt. In einem ersten Schritt und durch die Limitierung auf ein maximales Hypothekenvolumen von (aus meiner Sicht «nur») CHF 2 Millionen pro Objekt sind wohl vor allem kleinere Mehrfamilienhäuser mit ca. drei bis zehn Wohnungen im Fokus. Sollte man spüren, dass ein grosses Bedürfnis besteht nach Krediten in der Höhe von 3-4 Millionen CHF könnte man dies aber relativ einfach anpassen.
Insgesamt ist es etwas erstaunlich, dass die GLKB – fünf Jahre nach der Lancierung des hypomat – auch in diesem Feld wieder der «First-Mover» ist. Gleichzeitig ist aber die technologische Abbildung eines vollautomatischen Kreditentscheid-Prozesses für Mehrfamilienhäuser mit all den verschiedenen Parametern deutlich anspruchsvoller als derjenige einer «einfachen» Standardhypothek für Privatkunden. Entsprechend dürfte auch die «Kopierbarkeit» etwas schwieriger sein und somit etwas länger dauern. Da dank der Initiative der Glarner Kantonalbank nun aber auch Webservices von RSN und Wüest Partner AG existieren, ist eine erste zeitintensive Hürde bereits übersprungen. Das neue Angebot steht bald auch den bisherigen und neuen Lizenznehmern des hypomat als ergänzendes Modul zur Verfügung. Ob diese auch in dieses Segment vorstossen wollen, wird sich erst weisen.

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ICTswitzerland will rasche Einführung der E-ID

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30. Mai 2017 – 

Der Dachverband ICTswitzerland unterstützt das Ziel des Bundes, die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zur Einführung einer staatlich anerkannten elektronischen Identität für natürliche Personen zu schaffen.

Im Rahmen der abgeschlossenen Vernehmlassung zum E-ID-Gesetz hat ICTswitzerland bekannt gegeben, das Ziel des Bundes, die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zur Einführung einer staatlich anerkannten elektronischen Identität für natürliche Personen zu schaffen, zu unterstützen.

Die elektronische Identität stellt heutzutage die Grundlage für viele digitale Anwendungen dar, vom Online-Shopping über E-Banking bis zum E-Voting. Laut ICTswitzland ist es für die Schweiz höchste Zeit, bei der E-ID rasch vorwärts zu machen, will man den Zug der Digitalisierung nicht verpassen. Der Dachverband fordert deshalb, dass sich jede Person in der Schweiz im Internet mit der gleichen Qualität elektronisch ausweisen können sollte, wie mit dem Pass oder der Identitätskarte in der physischen Welt.

Um dies zu erreichen schlägt ICTswitzerland eine Reihe strategische Eckwerte vor. Alle Einwohner der Schweiz sollen die Möglichkeit erhalten eine anerkannte und sichere E-ID zu beziehen. Die Beschränkung auf Bürger, hohe Koste für den Nutzer oder eine komplizierte Anwendung sollten möglichst vermieden werden. Ausserdem sollte die Einführung möglichst rasch geschehen und die staatlich anerkannte E-ID sollte im Behördenverkehr obligatorisch und gleichwertig mit Identitätskarte und Pass akzeptiert werden müssen. Generell soll die E-ID als gleichwertig zu Pass und ID anerkannt werden.

Auf die Frage wer nun die Herausgabe der E-ID übernehmen soll, der Staat oder Private, gibt ICTswitzerland jedoch keine Antwort. So sei es nicht nur im Dachverband umstritten, mit welchem Konzept die E-ID am erfolgreichsten eingeführt werden könne. ICTswitzerland verweist hier auf die Stellungnahmen seiner Mitglieder.
(swe)

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Switzerland’s Top Fintech Investors | Fintech Schweiz Digital Finance News – FintechNewsCH

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The fintech sector continues to attract the attention of investors. In 2016, global venture investment in fintech grew by 11% to US$17.4 billion with a large portion of this amount going towards Chinese (US$7.7 billion) and American (US$6.2 billion) ventures.

Nevertheless, Swiss startups managed to raise US$34 million in 2016, surpassing the likes of Spain (US$12 million), Italy (US$9 million), Luxembourg (US$2 million), Denmark (US$32 million) and Norway (US$4 million). And when you consider Switzerland’s relatively small market of only eight million people; that’s really not bad.

Global Fintech VC deals 2016

But who exactly are driving the growth of the Swiss fintech industry?

Today, we look at some of the most active Swiss venture capital firms and investors in the fintech space.

 

Swisscom Ventures

SwisscomSwisscom Ventures, the corporate venture arm of Switzerland’s leading telecom operator, invests in growth companies with emerging business models and technologies that are relevant to Swisscom’s core business.

More precisely, the firm focuses on fintech, software, cloud computing, analytics, communications, entertainment, Big Data, the Internet-of-Things, telecommunications and security.

Last year, Swisscom launched a CHF 10 million fintech investment fund. The firm’s fintech portfolio includes cloud-based business software bexio and invoice financing platform Advanon, among others. Just this days Swisscom closed an investment into Netguardian.

 

Lakestar

LakestarLakestar invests in Internet and technologies companies, and focuses on business models that can quickly achieve global scale.

With a presence in Berlin, London and Zurich, Lakestar makes early and growth stage investments in tech-enabled businesses predominantly in Europe and the US driven by “exceptional” entrepreneurs.

Lakestar’s fintech portfolio includes Bitcoin exchange platform ShapeShift, American insurtech company Oscar, Hong Kong’s leading Internet finance firm WeLab, and online personal finance company Social Finance (SoFi).

 

Redalpine

RedalpineRedalpine provides venture capital to highly scalable European startups with disruptive business models in the fields of information technology and life science, in seed and early stage.

Redalpine’s funds are registered in Luxembourg and backed by dozens of experienced entrepreneurs and investors from various countries representing a broad range of industries.

Redalpine’s fintech portfolio includes Germany’s digital bank N26, Switzerland’s insurtech startup Knip, and Swiss business software bexio.

 

Swiss Startup Invest

Swiss Startup InvestSwiss Startup Invest, formerly CTI Invest, is a non-profit organization and a leading financing platform for investors and startups in Switzerland. The platform aims to bring together business angels and venture capitalists in Switzerland to invest in promising local tech-enabled companies.

Investor members of Swiss Startup Invest include Google Switzerland, Novartis Venture Funds, Swisscom Ventures, Redalpine, Technopark Luzern, and Zürcher Kantonalbank, among many others.

Swiss Startup Invest has backed the likes of Tawipay, a remittance platform, and Apiax, a regtech startup.

 

Go Beyond

Go Beyondgo-beyond is a fintech startup that aims to transform angel investing into a new scalable asset class for small and large, novice and experienced investors. It offers a platform, portfolio tools, syndication/pooling, due diligence, investment monitoring services, training and certified deal leaders.

Go Beyond invests in five industries: technology, Internet and mobile, industrial, consumer and impact. Its clients are individuals, family offices, professional groups and corporations. The company is active in the EU, Switzerland and the US.

Go Beyond has backed the likes of Loot, a new banking service in the UK, CashSentinel, a payments startup, and Startupbootcamp, Europe’s leading accelerator for startups.

 

SICTIC

SICTICThe Swiss ICT Investor Club (SICTIC) is a non-profit organization that connects “smart money investors” to Swiss early stage tech startups.

SICTIC does not invest itself nor does it hold shares in startups. Instead, SICTIC organizes the dealflow and match making of startups and investors, and facilitates the process until the investment round closes.

SICTIC’s fintech vertical called SICTIC Fintech Angels was launched in June 2016 to connect investors to Swiss early-stage fintech startups.

 

btov Partners

btov Partnersbtov Partners is a European venture capital firm focused on early stage investments in digital and industrial tech-focused startups in early and later stage. The firm invests in several areas including fintech, consumer Internet, software, marketplaces, industrial artificial intelligence, the Internet-of-Things, cybersecurity, and more.

btov Partners operates its own funds, manages partner funds and offers direct investment opportunities to private investors.

btov Partners has invested in Germany’s Raisin, a leading deposit marketplace in Europe, invoice financing platform Advanon, and German online financial comparison site Finanzcheck.de.

 

Investiere

Investiere.chInvestiere is an online investment platform and one of Switzerland’s most active and experienced venture capital investors. The platform offers accredited private and institutional investors direct and professional access to startup investments, and seeks to open up the asset class venture capital to a wider audience.

So far, Investiere has successfully closed over 50 financing rounds and has built a diversified portfolio across the different sectors that compose the Swiss innovation landscape.

In fintech, Investiere has invested in Qumram, a cybersecurity startup serving heavily regulated industries including banking, insurance, healthcare and government, and Sherpany, a web-based e-voting and investor relations platform.

 

Featured picture via pixabay

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